Botswana-Zimbabwe

Reisebericht

Zimbabwe und Botswana - Das Edle Afrika
Premium - Safariurlaub der besonderen Art 

Viele Safariurlauber bevorzugen Kenia oder Südafrika als Reiseland. Massai Mara, Ngorogoro-Krater oder Krüger Nationalpark gehören demnach auch zu den meist besuchten Safariparks weltweit. Aber haben Sie schon einmal vom Hwange Nationalpark in Zimbabwe gehört ? Und wusste Sie, dass man sich im Okawango-Delta Botswanas den „big five“ nicht nur per Jeep, sondern auch mit dem Boot nähern kann? 

Auf unserer dreiwöchigen Safarireise haben wir beide Länder besucht und wundervolle Tiererlebnisse gehabt. Die europäischen Sommermonate eignen sich recht gut für einen Urlaub in diesen Ländern. Auf der Südhalbkugel herrscht dann Winter. Das bedeutet kalte Nächte nahe dem Gefrierpunkt, aber tagsüber angenehme Temperaturen über 20 °C. Die Sonne scheint meist von einem wolkenlosen Himmel und die Luftfeuchtigkeit ist niedrig. Angenehm für uns Europäer ist auch die Anreise. Nach einem Nachtflug aus Deutschland kommen Sie am Morgen an und müssen sich an keine Zeitverschiebung (Zimbabwe), bzw. nur eine Stunde (Botswana) gewöhnen. 

Startpunkt unserer Reise war Victoria Falls. Wie der Name bereits andeutet, dreht sich in dieser Kleinstadt alles um die weltberühmten Wasserfälle. Auf einer Länge von einem Kilometer stürzen die Wassermassen hier wie in einem gigantischen Wasservorhang ca. 100 m hinab. In einem schön angelegten Park können Sie bequem an der Schlucht entlanglaufen und dieses grandiose Naturschauspiel bewundern. Aber schützen Sie dabei Ihre Kamera ! Die Gischt kann an manchen Stellen sehr intensiv sein. Noch eindrucksvoller erleben Sie dieses UNESCO-Weltnaturerbe bei einem Hubschrauberflug. Die ganz Mutigen können sich sogar bis an den Rand der Wasserfälle geleiten lassen und vom sog. „Devils Pot“ aus tolle Bilder schießen. Der Ort selbst ist überschaubar. Sie finden aber alles, was moderne Reisende erwarten. Stilecht wohnen Sie in den aus der Kolonialzeit stammenden Hotels mit Lage an den Wasserfällen. Englische Tradition mit der „high tea“ Zeremonie wird hier noch gepflegt. 

Nach zwei Tagen ging es weiter und in den kommenden 10 Tagen haben wir drei Premium Lodges in Zimbabwe besucht. Die Lage und der Charakter dieser Lodges waren sehr unterschiedlich und bot somit viel Abwechslung. Eine Lodge lag direkt am Sambesi Fluss, zwei weitere im Hwange Nationalpark. Premium Lodges zeichnen sich häufig durch großzügige Unterkünfte mit eigenem Pool und/oder großer Privat-Terrasse aus. Die Lage an einem Wasserloch bzw. in Wassernähe verspricht insbesondere in der Trockenperiode beeindruckende Tierbegegnungen. Elefanten, die in Griffweite an Ihrer Terrasse vorbeischlendern, große Büffel-, Affen-, Antilopen- und Giraffenherden, die vor Ihren Augen kommen und gehen und eine Dickhäutergruppe, die während Ihres Abendessens kurz vorbeischaut und 10 m vor Ihnen Frischwasser aus dem Pool schlürft, sorgen für jede Menge Gänsehautmomente. 

Bei allen Safarifahrten (meist früh morgens und am späteren Nachmittag) werden Sie von professionellen Rangern begleitet. Dieser Beruf ist in Zimbabwe, einem sehr armen Land mit hoher Arbeitslosigkeit sehr angesehen. Die Ausbildung dauert etwa 5 Jahre. In Zimbabwe waren wir immer nur zu zweit mit Ranger unterwegs. Es ist unglaublich, welche Detailkenntnis die Ranger haben und wie intensiv die Betreuung dadurch wird. Einige der schönsten Erfahrungen haben wir im Hwange Nationalpark gemacht. In dem sehr großen, aber wenig frequentierten Park sind wir kaum anderen Safarijeeps begegnet. Anders als man es von Bildern aus den Parks in Kenia oder Südafrika kennt, genießen Sie hier die Natur weitgehend allein. Bushwalks (mit bewaffneten Rangern vor und hinter Ihnen ? :>) und Sundowner Picknicks in sehr privatem Umfeld werden für Sie zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Die restlichen Urlaubstage haben wir in Botswana verbracht. Wir haben eine Premium Lodge im Okawango Delta gebucht. Die Anreise erfolgte zuerst mit dem Jeep über die Grenze nach Kasane in Botswana und schließlich mit einem Kleinen Propellerflugzeug ins Moremi Tierreservat. Das Flugzeug landet nach kurzem Flug auf einer Rollbahn im Busch. Gepäck und einige Passagiere werden ausgeladen und schon geht es weiter zum nächsten Landeplatz im riesigen Okawango-Delta. Das zum UNESCO Weltnaturerbe gehörende Schutzgebiet ist touristisch gut erschlossen. Zahlreiche Lodges verteilen sich über eine Fläche von 14000 qkm. Unsere Premium Lodge lag direkt an einem Wasserarm inmitten einer marschartigen Landschaft. Neben den bereits gewohnten Game Drives (Safarifahrten) konnten wir hier im Gegensatz zu Zimbabwe aber auch Erkundungsfahrten per Motorboot unternehmen. So war es auch möglich, zahllose Vögel, Krokodile, Hippos und schwimmende ! Elefanten vor die Linse zu bekommen. 

Insgesamt erschien uns der Safari-Urlaub in Zimbabwe weniger touristisch, aber keinesfalls weniger luxuriös als in Botswana. So hat es uns am Anfang schon überrascht, wie nah wir mit dem Jeep an schlafende Löwen und andere Wildtiere gekommen sind, ohne sie aufzuscheuchen. Offenbar ist das Tierreich in Botswana schon eher an uns Menschen gewöhnt, als in Zimbabwe. 

Insgesamt betrachtet hat sich die Kombination aus beiden Ländern nicht nur wegen der teils sehr unterschiedlichen Landschaften gelohnt. Victoria Falls mit seinen gigantischen Wasserfällen zu erleben und ein Stück Kolonialzeit des frühen 20. Jh. zu erhaschen, war definitiv lohnenswert. Auch die Bevölkerung in beiden Ländern unterscheidet sich spürbar. Die Herzlichkeit der sehr armen Zimbabwer werden Sie schnell schätzen lernen. Wir waren froh, diesem politisch turbulenten und armen Land mit unserer Reise etwas zurückgeben zu können. 

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